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Artikel: Natürliche und im Labor gezüchtete Diamanten: Was sie wirklich unterscheidet

Natürliche und im Labor gezüchtete Diamanten – Blog von 4D OUTFITTERS in Bregenz

Natürliche und im Labor gezüchtete Diamanten: Was sie wirklich unterscheidet

Kurz gesagt
  • Natürliche Diamanten sind über Millionen bis Milliarden Jahre tief in der Erde entstanden, im Labor gezüchtete Diamanten in Wochen oder Tagen per HPHT- oder CVD-Verfahren.
  • Chemisch und optisch sind beide Diamant – unterscheiden lassen sie sich nur mit gemmologischen Geräten und am Zertifikat.
  • Labordiamanten sind deutlich günstiger geworden und spielen in Industrie und Technik eine große Rolle.
  • 4D OUTFITTERS führt ausschließlich natürliche, in Minen gewonnene Diamanten.

Zwei Steine, gleiche Härte, gleiches Feuer – und doch trennen sie Milliarden Jahre. Diamanten faszinieren seit jeher: als Symbol für die große Liebe im Verlobungsring und als unverzichtbares Werkzeug in der Industrie. Seit es möglich ist, Diamanten im Labor zu züchten, stellt sich eine neue Frage: Was unterscheidet einen natürlichen Diamanten von einem gezüchteten? Wir ordnen ein – sachlich und ohne Glaubenskrieg.

Natürliche Diamanten: ein Stück Erdgeschichte

Ein natürlicher Diamant ist tief im Erdmantel unter enormem Druck und großer Hitze entstanden und wurde durch vulkanische Kräfte an die Oberfläche befördert. Jeder Stein trägt diese Geschichte in sich – in seinen Einschlüssen, seinem Wachstum, seiner Einzigartigkeit. Seine außergewöhnliche Härte, Brillanz und Seltenheit machen ihn seit Jahrhunderten zum begehrtesten Edelstein für Ringe, Ohrringe, Colliers und Armbänder.

Der Abbau hat Auswirkungen auf die Umwelt – das gehört zur Wahrheit dazu. Moderne Bergbautechnik, strengere Umweltauflagen und der Kimberley-Prozess, der seit 2003 den Handel mit Rohdiamanten regelt, sollen diese Folgen begrenzen und Konfliktdiamanten ausschließen.

Wie Gewicht, Reinheit, Farbe und Schliff den Wert eines Diamanten bestimmen, lesen Sie in unserem Artikel Carat – das Fundament des Funkelns.

Im Labor gezüchtete Diamanten: Hightech aus der Maschine

Labordiamanten entstehen vor allem auf zwei Wegen: Beim HPHT-Verfahren (High Pressure, High Temperature) werden Druck und Hitze des Erdinneren in einer Presse nachgestellt. Beim CVD-Verfahren (Chemical Vapor Deposition) wächst der Diamant Schicht für Schicht aus kohlenstoffhaltigem Gas auf einem kleinen Diamantplättchen. Das Ergebnis ist chemisch und physikalisch ein Diamant – mit bloßem Auge nicht von einem natürlichen Stein zu unterscheiden.

Oft wird die Herstellung als ressourcenschonender beschrieben, weil sie weniger Fläche und Wasser benötigt als eine Mine. Dafür braucht sie viel Energie – wie gut die Klimabilanz ausfällt, hängt stark davon ab, aus welchen Quellen der Strom stammt.

Wo welcher Diamant zu Hause ist

In der Technik sind gezüchtete Diamanten längst unverzichtbar: als Schleif- und Schneidmittel, als hervorragende Wärmeleiter in der Elektronik, in der Halbleiterforschung und in chirurgischen Instrumenten.

Im Schmuck stehen sich zwei Welten gegenüber: Labordiamanten gibt es inzwischen in großen Mengen und zu deutlich niedrigeren Preisen. Natürliche Diamanten dagegen sind endlich – jeder Stein ist ein Unikat, das die Erde in unvorstellbar langer Zeit geformt hat. Für viele ist genau das der Grund, warum ein Verlobungsring oder ein Erbstück einen natürlichen Diamanten tragen soll.

Und als Wertanlage?

Die Preise für Labordiamanten sind in den vergangenen Jahren stark gefallen, weil die Produktionskapazitäten rasant gewachsen sind. Als Wertaufbewahrung eignen sie sich daher kaum. Doch auch bei natürlichen Diamanten gilt: Eine Wertsteigerung ist nie garantiert, der Markt ist wenig transparent, und beim Wiederverkauf erzielt man meist weniger als den Kaufpreis. Was Sie vor einem Kauf aus Anlagegründen wissen sollten, haben wir in unserem Artikel Diamanten als Geldanlage zusammengefasst.

Hinweis – keine Anlageberatung

Dieser Abschnitt dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlage-, Steuer- oder Finanzberatung dar.

Kuriositäten rund um Diamanten

Was Sie wahrscheinlich nicht wussten

  1. Ein Diamant kann brennen

    1772 verbrannte der Chemiker Antoine Lavoisier Diamanten unter einem Brennglas – zurück blieb nur „fixe Luft“, also Kohlendioxid. 1797 bewies Smithson Tennant: Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff, genau wie Holzkohle.

  2. Der Erfinder, der keiner war

    Der Schotte James Hannay meldete 1880, er habe Diamanten künstlich hergestellt. Spätere Untersuchungen ergaben: Seine Kristalle waren natürliche Diamanten.

  3. Geheimprojekt QUINTUS

    Der schwedische Konzern ASEA züchtete schon am 16. Februar 1953 in Stockholm einen Diamanten – und schwieg darüber. Als Erfinder gilt deshalb Tracy Hall von General Electric, dem im Dezember 1954 die erste reproduzierbare Synthese gelang.

  4. Blaues Leuchten

    25 bis 35 Prozent der Diamanten, die beim GIA geprüft werden, leuchten unter UV-Licht – in über 95 Prozent dieser Fälle blau.

  5. Die unsichtbare Unterschrift

    Große Prüflabore wie GIA und IGI lasern bei Labordiamanten die Berichtsnummer und den Hinweis auf die Laborherkunft in die Rundiste. Lesbar ist das erst unter zehnfacher Vergrößerung.

Wussten Sie?

Seit 2018 verlangt die US-Handelsbehörde FTC in ihrer Definition von „Diamant“ nicht mehr, dass der Stein natürlich ist. Umso wichtiger ist es, beim Kauf klar zu benennen, woher ein Diamant stammt – und ein Zertifikat zu verlangen.

Unsere Haltung: natürlich, und zwar ausschließlich

Beide Diamanten haben ihre Berechtigung – in Technik und Industrie sind gezüchtete Steine ein Gewinn. Bei 4D OUTFITTERS haben wir uns dennoch klar entschieden: Wir führen ausschließlich natürliche, in Minen gewonnene Diamanten, gefasst in echtem Gold. Gerne zeigen wir Ihnen in unserer Boutique in Bregenz, worauf es bei Schliff, Reinheit und Zertifikat ankommt.

Tennis-Armband GIA Premium aus 18 Karat Weißgold mit natürlichen Diamanten – 4D OUTFITTERS
Natürliche Diamanten, GIA-zertifiziert: das Tennis-Armband GIA Premium aus 18 Karat Weißgold.

Wer neben dem Stein auch auf die Herkunft des Goldes achtet, findet bei Noën Jewellery Schmuck aus Fairtrade-Gold.

Häufige Fragen

Sind Labordiamanten echte Diamanten?

Ja, chemisch und physikalisch sind sie Diamant. Der Unterschied liegt in der Entstehung: Natürliche Diamanten sind in der Erde gewachsen, Labordiamanten in einer Maschine.

Kann man den Unterschied sehen?

Mit bloßem Auge nicht. Gemmologische Labore unterscheiden die Steine mit Spektroskopie und UV-Analysen. Ein Zertifikat, etwa von GIA oder IGI, weist die Herkunft aus.

Führt 4D OUTFITTERS Labordiamanten?

Nein. 4D OUTFITTERS führt ausschließlich natürliche, in Minen gewonnene Diamanten.

Ab € 200 versenden wir kostenlos, Sie haben 14 Tage Rückgaberecht, und im 4D Insider Club sammeln Sie mit jeder Bestellung Sterne. Fragen? service@4doutfitters.com

Ihr Team 4D OUTFITTERS, Bregenz

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