Mario ist zurück:Fellini-Pizza an neuem Ort – und wir waren schon dort
Viermal Falstaff, zwei Generationen, ein Abschied im Sommer. Jetzt startet Mario neu. Wo? Das bleibt noch kurz unser Geheimnis.
Manche Restaurants besucht man wegen des Essens. Andere wegen der Menschen. Ganz selten findet man einen Ort, an den man wegen beidem immer wieder zurückkommt.
Für Giovanni, Miss Hannah und mich war das Fellini in Hohenems genau so ein Ort. Nicht wegen der Räume. Nicht wegen des Parkplatzes. Sondern wegen Mario, seiner Pizza und seines Teams.
Viermal Falstaff. Trotz allem.
Viermal in Folge, zuletzt 2025, wählten die Falstaff-Leser das Fellini zur beliebtesten Pizzeria Vorarlbergs. 2022 waren es sogar rund 62 Prozent der Stimmen.
Wer den alten Standort im Kinokomplex kannte, weiß, was das heißt. Popcorn-Duft von nebenan, Filmmusik durch die Wand, eine Tiefgarage, in der man kurz überlegt, ob man mit dem richtigen Auto gekommen ist. Und trotzdem war es fast immer voll. Weil die Pizza stimmte. Und weil Mario Gastgeber blieb, egal was rundherum passierte.
Wir haben es ihm mehr als einmal gesagt: „Mario, du verdienst einen Ort, der zu dem passt, was du kannst.“
Ein Abschied. Und ein kurzer Schreck.
Im August 2026 war nach über 25 Jahren Fellini-Familiengeschichte Schluss am alten Standort. Wir waren traurig, aber nicht überrascht. Unsere größte Sorge: dass Mario Vorarlberg verlässt. Zürich? München? Bitte nicht.
Dann die Erleichterung. Er bleibt. Und wenige Monate später sitzen wir wieder bei ihm am Tisch. Nur ist diesmal alles anders.
Wir waren schon zweimal dort.
Einmal privat mit Familie und Freunden. Einmal nach Ladenschluss, im kleinen Kreis, zu einem Geburtstag. Das neue Lokal spielt sich gerade noch ein, deshalb verraten wir die Adresse vorerst nicht. Unseren Eindruck aber schon.

Mario hat endlich Raum zum Atmen. Und seine Gäste gleich mit. Große Fenster, ein stimmiges Licht, schöne Tischplatten, verschiedene Ebenen. Dazu ein Gastgarten unter alten Bäumen, bei dem man schon jetzt an laue Sommerabende denkt. Ruhig, ein wenig abseits, gut zu Fuß erreichbar, Parkplätze vor der Tür.
Keine Parkplatz-Odyssee mehr. Keine Kinokulisse. Und ein Team, das aufmerksam, herzlich und spürbar gut gelaunt ist. Wenn das so bleibt, wird daraus ein echter Lieblingsort.
Italien zu Italien: unser Einweihungsgeschenk.
Mit leeren Händen kommt man nicht zu einem Neuanfang. Also haben wir Mario ein Stück Mailand mitgebracht, Made in Italy, von Italien zu Italien: Raumduft und Duftkerzen von Eredi Zucca in der Duftrichtung Bigli.
Warum gerade Bigli? Weil er hell, klar und gepflegt ist, genau wie Marios neuer Raum. Bergamotte, chinesische Pfefferminze und indischer Kardamom öffnen frisch und leicht kräuterig. Im Herzen bringen Jasmin Sambac und Ylang-Ylang eine feine, fast transparente Blüte, bevor helle Hölzer und Moschus alles weich ausklingen lassen. Wer hereinkommt, wird von einem leisen Willkommensduft empfangen, der nie mit der Pizza konkurriert. Und am Abend schenkt die Kerze dazu Wärme, Licht und ein bisschen Feststimmung.
Der Flakon aus glänzend grünem Glas mit Messingplakette passt dabei erstaunlich gut zu Marios Farbkonzept. Zufall? Ein bisschen Absicht war schon dabei. Und weil am Abend gleich ein paar Gäste gefragt haben, was da so fein duftet: Hier ist die Antwort.
Und was wir an diesem Abend trugen.
Wir sind eine Parfümerie. Also saßen wir natürlich nicht ohne Duft am Tisch. Und Miss Hannahs Mutter war auch dabei: Yvonne, die Große.
- Giovanni trug Castiamanti von Agatho Parfum: Safran, Lorbeer, Honig, Rose, dazu Oud und Weihrauch. Der Name kommt von der Casa dei Casti Amanti in Pompeji. Und jetzt wird es kurios: In genau diesem Haus haben Archäologen eine komplette antike Bäckerei mit Ofen und Mühlen ausgegraben (Pompeii Sites). Ein Duft aus einer römischen Backstube, zu Marios Pizza. Passender geht es kaum.
- Miss Hannah trug Impadia von BDK Parfums: ein Pariser Abendhimmel in Rosa und Orange, elegant und leuchtend.
- Yvonne, die Große, trug Sweet Enigma von Alexandre.J: Erdbeere, Pistazie, Dattel und gerösteter Sesam. Ein Dessert vor dem Dessert.
- Ich trug Espresso Aoud von Roja Parfums: geröstete Kaffeebohnen, karamellisierte Nüsse und Oud. Der Espresso kam bei mir also schon vor dem Tiramisu.

CastiamantiAgatho Parfum · Giovanni
ImpadiaBDK Parfums · Miss Hannah
Sweet EnigmaAlexandre.J · Yvonne
Espresso AoudRoja Parfums · Wolfgang
Vier Charaktere an einem Tisch, ganz ohne Streit. Welcher davon zu Ihnen passt? Das finden wir gerne gemeinsam heraus, bei einer Duftberatung in Bregenz.
Reden wir über diesen Teig.
Wir lieben Pizza in fast jeder Form: neapolitanisch mit luftigem Rand, römisch hauchdünn, al taglio, in teglia, Pinsa, New York Style. Und trotzdem denken wir bei Mario jedes Mal dasselbe: Das ist unsere Pizza.

Außen eine feine, schön gebackene Kruste. Innen luftig, elastisch, fast wie ein Marshmallow, nur ohne Süße. Genau diese Kombination ist für jeden Pizzabäcker eine der schwersten Übungen: eine durchgebackene Kruste und gleichzeitig eine zarte, offene Krume. Für uns ist es der beste Pizzateig, den wir kennen. Punkt.
Und dann dieser Burrata-Salat.

Eingelegte bunte Cherrytomaten, konzentriert, mit lebendiger Säure. Dazu Salzzitronen, getrocknete Oliven, Jungzwiebeln und Croûtons. Mittendrin cremige Burrata. Dazu Ecken vom Pizzateig: abreißen, eintunken, genießen. Sie saugen den Sud auf, ohne weich zu werden. Ganz großes Kino. Nur diesmal ohne Kino.
Pasta ist zurück. Und Mama macht das Dessert.
Wer das Fellini noch aus der Zeit kennt, als Marios Vater mitarbeitete, erinnert sich an die Pasta. Jetzt gibt es sie wieder: Tagliolini mit frischem schwarzem Trüffel, mit rotem Pesto oder ordentlich scharf als Aglio e Olio. Und mittwochs ist Lasagne-Zeit.
Und dann das Tiramisu nach dem Rezept von Marios Mutter. Auf der Karte steht dazu nur: „Hausgemacht. Unverschämt gut.“ Stimmt. Cremig, fein, ausgewogen. Nach dem ersten Löffel wird es am Tisch kurz still. Schön auch: Es kommt ohne zugesetzten Alkohol aus, ein Dessert für wirklich alle am Tisch.
Eine Weinkarte, die man in einer Pizzeria nicht erwartet.
Von rund 30 Euro bis in den hohen dreistelligen Bereich, dazu Champagner (Stand Oktober 2026). Man kann hier schnell eine Pizza essen. Oder einen ganzen Abend feiern. Wir haben uns für Letzteres entschieden und mit einem Dom Pérignon Vintage 2015 angestoßen.


Und ein Detail, das zeigt, wie Mario denkt: Beim Take-away hält eine eigene Umluft-Vorrichtung die Kartons warm, ohne dass sich Feuchtigkeit staut. Wer später abholt, bekommt trotzdem eine knusprige Pizza. Nicht „Wie verkaufe ich Pizza?“, sondern „Wie wird es für meine Gäste besser?“.
Ein Blick in die Karte.
Für alle, die jetzt schon wissen wollen, was sie bestellen (Stand Oktober 2026, die Karte kann sich ändern):
| Was | Warum wir es empfehlen |
|---|---|
| Pizza Burrata | Schinken, Rucola und in der Mitte eine ganze Burrata. Unser Bild ganz oben. |
| Pizza August | Dreierlei Salami mit Waldhonig und Pinienkernen. Laut Karte „Fellinis Favorite“. |
| Burrata & Cherrytomaten | Der Salat aus unserem Text. Mit Pizzabrot zum Eintunken bestellen. |
| Tagliolini Tartufo | Frischer schwarzer Trüffel, cremig, fein. |
| Pizzatower für zwei | Drei kleine Pizzen auf der Etagere, drei Dips. Die Karte nennt es „Make it a threesome“. |
| Mimi's Tiramisu | Hausgemacht, ohne Alkohol. Pflicht. |
Und für Mutige gibt es die Pizza Nero, die schärfste im Haus. Eine Tasse Milch wird gleich mitserviert. Die Karte schreibt dazu nur: „Du ahnst, warum.“ Laut Karte gibt es alle Pizzen auch mit glutenfreiem Teig.
Galerie: so sieht Marios neues Zuhause aus.





Alle Fotos echt, nur Licht, Farbe und Schärfe bearbeitet.
Warum uns diese Geschichte so viel bedeutet.
Mario hätte nach über 25 Jahren auch einfach aufhören können. Sein Vater hat das Fellini geprägt, Mario stand lange an seiner Seite, übernahm und führte es mit eigener Handschrift weiter. Statt Schluss zu machen, beginnt er neu: investiert, baut ein Team auf, schafft einen Ort nach seinen Vorstellungen.
Hohe Kosten, Personalmangel, Unsicherheit: Wer einen Betrieb führt, kennt das. Gerade deshalb ziehen wir den Hut. Tradition heißt nicht, ewig am selben Ort zu bleiben. Sondern das Beste mitzunehmen und daraus etwas Neues zu machen.
Ein kleiner Gedanke zum Schluss.
Für Kritik nehmen wir uns oft erstaunlich viel Zeit. Für ein ehrliches Lob viel zu selten. Dabei steckt hinter einem gelungenen Abend ein ganzes Team: Küche, Service und alle, die dafür sorgen, dass Gläser glänzen und alles gepflegt ist.
War es schön, zeigen Sie es ruhig: mit einem Danke, einem Trinkgeld oder einer Google-Bewertung. Und läuft einmal etwas schief, hilft ein kurzes Gespräch meist mehr als ein öffentlicher Verriss. Ein paar nette Worte kosten nichts. Für jemanden, der jeden Tag sein Bestes gibt, bedeuten sie viel.
Was einen Ort lebenswert macht.
Am Ende sind es Menschen, die eine Stadt lebenswert machen: Gastgeber, die jeden Tag ihr Bestes geben, und Gäste, die das sehen. Ein bisschen mehr Freundlichkeit und Wertschätzung kostet nichts – und manchmal beginnt es damit, einem Menschen wie Mario einfach zu sagen: Gut, dass du wieder da bist.
Erst Parfum, dann Pasta.
Unser neuer Lieblingsplan für einen Tag am Bodensee: zuerst zu uns in die Boutique nach Bregenz, in Ruhe einen Duft finden, durch die Stadt bummeln. Und danach Pizza, Lasagne, ein gutes Glas Wein und unbedingt Mamas Tiramisu. Unseren Lieblingstisch haben wir übrigens schon. Man muss Prioritäten setzen.
Lieber Mario, liebes Team: Wir wünschen euch von Herzen viel Erfolg. Ihr habt euch diesen Neuanfang verdient. Wir kommen wieder. Sehr oft.
Und jetzt? Wo ist Mario?
Sie haben bis hierher gelesen und vermutlich Hunger. Also gut. Trommelwirbel.
Mario ist in Vorarlberg. Das Lokal ist geöffnet. Die Pizza ist mindestens so gut wie in unserer Erinnerung. Die Adresse? Verraten wir in Kürze, direkt hier im Artikel und in unserem Newsletter. Wer sie zuerst wissen will, meldet sich an.
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In Pizza we trust. Again.
Giovanni, Miss Hannah & Wolfgang · 4D OUTFITTERS, Bregenz am Bodensee
P. S.: Keine bezahlte Werbung. Unsere Rechnungen haben wir selbst bezahlt. Einfach echte Begeisterung für Mario und sein Team, die wir seit vielen Jahren kennen.
Quellen: Leadersnet: Die besten Pizzerien des Landes 2025 · Leadersnet: Die beliebtesten Pizzerias in Österreich 2022 · Pompeii Sites: Haus der keuschen Liebenden
Wie oft wurde das Fellini zur beliebtesten Pizzeria Vorarlbergs gewählt?
Viermal in Folge, zuletzt 2025, wählten die Falstaff-Leser das Fellini zur beliebtesten Pizzeria Vorarlbergs. 2022 waren es sogar rund 62 Prozent der Stimmen.
Was ist das Besondere an Marios Pizzateig?
Außen eine feine, schön gebackene Kruste, innen luftig und elastisch, fast wie ein Marshmallow, nur ohne Süße. Diese Kombination gilt für Pizzabäcker als eine der schwersten Übungen.
Welches Einweihungsgeschenk hat 4D OUTFITTERS Mario gemacht?
Raumduft und Duftkerzen von Eredi Zucca aus Mailand in der Duftrichtung Bigli. Der Flakon aus glänzend grünem Glas mit Messingplakette passt zu Marios Farbkonzept.
Wie riecht Bigli von Eredi Zucca?
Hell, klar und gepflegt. Bergamotte, chinesische Pfefferminze und indischer Kardamom öffnen frisch und leicht kräuterig, im Herzen folgen Jasmin Sambac und Ylang-Ylang, bevor helle Hölzer und Moschus weich ausklingen.
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Mario ist zurück: Fellini-Pizza an neuem Ort – und wir waren schon dort





























