
ZUTATEN-LEXIKON
Melilot
Melilotus officinalis · Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Frisch gewendetes Heu in der Sommersonne, süß und warm nach Waldmeister und Tonka, mit einem kräuterigen, leicht honigartigen Unterton.
NATÜRLICH
Fragen und Antworten
Frisch gewendetes Heu in der Sommersonne, süß und warm nach Waldmeister und Tonka, mit einem kräuterigen, leicht honigartigen Unterton.
- In den 1920er-Jahren starben in Nordamerika ganze Rinderherden an einer rätselhaften Blutungskrankheit, ausgelöst durch verschimmeltes Steinklee-Heu. Schimmelpilze hatten das Cumarin in Dicumarol umgewandelt, das Forscher der University of Wisconsin isolierten und das später zum Vorbild für das Rattengift Warfarin wurde.
Der Schlüsselduft ist Cumarin, das in der lebenden Pflanze fast vollständig gebunden als Glucosid der cis-o-Hydroxyzimtsäure vorliegt. Erst wenn das Gewebe verletzt wird oder trocknet, setzt das Enzym β-Glucosidase freies Cumarin frei, deshalb entfaltet Steinklee seinen Heuduft erst beim Welken.
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