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Sandelholz – Studiobild für das Zutaten-Lexikon (Bild generiert)

ZUTATEN-LEXIKON

Sandelholz

Santalum album (Ostindisches Sandelholz); daneben Santalum spicatum (Australisches Sandelholz) · Sandelholzgewächse (Santalaceae)

Weich, cremig und warm-holzig, mit einer milchigen, fast samtigen Tiefe, die lange auf der Haut bleibt.

NATÜRLICHHOLZIG · CREMIG-WEICH · BASISNOTE

DÜFTE ENTDECKENZUM LEXIKON

AUF EINEN BLICK

  • Natürlicher Rohstoff aus dem Kernholz von Santalum album
  • Hauptmoleküle: α- und β-Santalol (C₁₅H₂₄O)
  • Wasserdampfdestillation, Ausbeute rund 2 bis 6 %
  • IUCN-Rote Liste: gefährdet (Vulnerable)

STECKBRIEF

Herkunft
Heimisch im tropischen Süd- und Südostasien, von Indien bis Indonesien · Öl heute auch aus Plantagen im Nordwesten Australiens (Kununurra, Ord-River-Gebiet)
Gewinnung
Wasserdampfdestillation von zerkleinertem Kernholz und Wurzeln
Hauptmoleküle
α-Santalol (C₁₅H₂₄O) · β-Santalol (C₁₅H₂₄O)
Ernte
Sandelholz hat keine Erntesaison im üblichen Sinn: Entscheidend ist nicht der Monat, sondern das Alter des Baums.
Oft kombiniert mit
Vanille, Bergamotte, Moschus, Jasmin, Patschuli, Amber, Rose

Zahlen, die verblüffen

  • 1,6 bis 4,9 kg

    Kernholz braucht es für eine einzige 100-ml-Flasche reines Sandelholzöl, denn ausgereiftes Holz enthält nur rund 2 bis 6 % Öl.

  • mehr als eine Trilliarde

    Moleküle α-Santalol stecken in einem einzigen Gramm normgerechtem Sandelholzöl – eine Eins mit 21 Nullen.

  • 30 Jahre und mehr

    braucht ein Baum in der Natur, bis sein duftendes Kernholz wirtschaftlich nutzbar ist.

Werte gerundet, gerechnet aus veröffentlichten Daten.

Ernte und Saison

Sandelholz hat keine Erntesaison im üblichen Sinn: Entscheidend ist nicht der Monat, sondern das Alter des Baums. Erst wenn sich genug Kernholz gebildet hat – in Plantagen nach rund 15 Jahren, in der Natur oft nach Jahrzehnten –, lohnt sich die Ernte.

Der Duft sitzt nicht im hellen Splintholz, sondern im dunkleren Kernholz, das sich erst nach Jahren im Inneren des Stamms bildet. Deshalb wird der ganze Baum genutzt – auch der Wurzelstock, denn gerade in den Wurzeln fanden Analysen besonders viel Öl. Das Holz wird zerkleinert und mit Wasserdampf destilliert. Ausgereiftes Kernholz liefert dabei nur rund 2 bis 6 % seines Gewichts an Öl.

Wissen zum Mitreden

Mythos oder Wahrheit?

1 / 3

Aussage 1

Ein Sandelholzbaum duftet, sobald er gefällt wird – egal wie alt er ist.

MYTHOS

Mythos. Der Duft sitzt im Kernholz, das sich erst nach Jahren bildet; manche zehnjährige Bäume haben noch gar keins.

Aussage 2

Sandelholz ist ein ganz gewöhnlicher Baum, der allein für sich wächst.

MYTHOS

Mythos. Sandelholz ist ein Halbparasit: Es betreibt zwar selbst Photosynthese, zapft aber mit seinen Wurzeln die Wurzeln anderer Pflanzen an. In Plantagen werden deshalb eigens Wirtsbäume mitgepflanzt.

Aussage 3

Für Sandelholzöl werden auch die Wurzeln des Baums genutzt.

WAHRHEIT

Wahr. Der Wurzelstock wird mit ausgegraben und destilliert – Analysen fanden dort sogar besonders viel Öl.

ZUTATEN-LEXIKON

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ALLE DÜFTE MIT SANDELHOLZ

Fragen und Antworten

Wie riecht es?

Weich, cremig und warm-holzig, mit einer milchigen, fast samtigen Tiefe, die lange auf der Haut bleibt.