
ZUTATEN-LEXIKON
Zimt
Cinnamomum verum · Lorbeergewächse (Lauraceae)
Warm, süß und würzig, mit holzig-scharfer Tiefe.
NATÜRLICHWÜRZIG-WARM
AUF EINEN BLICK
- Innenrinde des Ceylon-Zimtbaums aus Sri Lanka
- Duft: warm, süß, würzig-scharf
- Hauptmolekül der Rinde: Zimtaldehyd
- In unseren Düften gleich oft in Kopf und Herz
STECKBRIEF
- Herkunft
- Sri Lanka (Ceylon-Zimt) · verwandter Cassia-Zimt aus China, Vietnam und Indonesien
- Gewinnung
- Wasserdampfdestillation der Rinde (Zimtrindenöl) oder der Blätter (Zimtblattöl)
- Hauptmoleküle
- Zimtaldehyd (C₉H₈O) · Eugenol (C₁₀H₁₂O₂, vor allem im Blattöl)
- Ernte
- In Sri Lanka wird vor allem während der Regenzeit geschnitten, wenn sich die Rinde leicht vom Holz löst.
- Oft kombiniert mit
- Vanille, Patschuli, Bergamotte, Sandelholz, Gewürznelke, Honig, Rum
Zahlen, die verblüffen
54 zu 55
Zimt steht in unseren Düften fast gleich oft in der Kopf- wie in der Herznote.
Werte gerundet, gerechnet aus veröffentlichten Daten.
Ernte und Saison
In Sri Lanka wird vor allem während der Regenzeit geschnitten, wenn sich die Rinde leicht vom Holz löst.
Von jungen Trieben wird die äußere Rinde abgeschabt, die feine Innenrinde abgelöst und getrocknet – dabei rollt sie sich zu den bekannten Stangen. Für das Parfum wird die Rinde destilliert. Aus den Blättern entsteht ein zweites Öl, das eher nach Gewürznelke riecht.
Wissen zum Mitreden
Mythos oder Wahrheit?
Aussage 1
Zimtstangen sind getrocknete Zweige.
Mythos. Es ist die Innenrinde junger Triebe – sie rollt sich beim Trocknen von selbst zur Stange.
Aussage 2
Zimtblattöl riecht eher nach Gewürznelke.
Wahr. Im Blattöl dominiert Eugenol – dasselbe Molekül, das die Gewürznelke prägt.
Aussage 3
Zimt ist gleich Zimt.
Mythos. Ceylon-Zimt und Cassia stammen von verschiedenen Arten – Ceylon ist feiner und süßer, Cassia kräftiger.
Ihr Ergebnis
DÜFTE MIT ZIMTZUTATEN-LEXIKON
Düfte mit Zimt
Fragen und Antworten
Warm, süß und würzig, mit holzig-scharfer Tiefe.
Echter Zimt, auch Ceylon-Zimt, stammt aus Sri Lanka. Der kräftigere Cassia-Zimt kommt von verwandten Arten aus China, Vietnam und Indonesien.
Von jungen Trieben wird die äußere Rinde abgeschabt, die feine Innenrinde abgelöst und getrocknet – dabei rollt sie sich zu den bekannten Stangen. Für das Parfum wird die Rinde destilliert. Aus den Blättern entsteht ein zweites Öl, das eher nach Gewürznelke riecht.
Zimt bringt Wärme, Süße und eine würzige Schärfe – wie ein Kaminabend im Flakon. In unserem Sortiment steht er fast gleich oft in der Kopf- (54) wie in der Herznote (55). Weil er so präsent ist, wird er sehr sparsam dosiert.
Würzig-warm, oft mit orientalischer oder Gourmand-Note.
In Sri Lanka wird vor allem während der Regenzeit geschnitten, wenn sich die Rinde leicht vom Holz löst.
In unseren Düften steht es oft neben Vanille, Patschuli, Bergamotte, Sandelholz, Gewürznelke, Honig, Rum.
Woher der Zimt kam, war in der Antike ein gut gehütetes Geheimnis – Herodot erzählte von großen Vögeln, die Zimtstangen in ihre Nester trugen. Später kämpften Portugiesen und Niederländer um die Kontrolle über den Zimthandel Ceylons.
- Im alten Rom kostete ein Pfund Zimt laut Plinius dem Älteren zeitweise bis zu 1.500 Denare.
- Herodot berichtete, große Vögel trügen Zimtstangen in ihre Nester – die wahre Herkunft blieb lange verborgen.
- Ceylon-Zimt erkennt man an vielen papierdünnen Schichten, Cassia an einer einzigen dicken Rinde.
Hauptbestandteil des Zimtrindenöls ist Zimtaldehyd, meist mehr als die Hälfte – er macht den typischen Zimtduft.
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